Wenn » Ultra Vibrant « ein Raum höchster Resonanz ist, bildet Chinch 33 aus Hamburg dessen verbindende Frequenz. Als Turntablist und Produzent zählt er seit Jahren zu jenen Akteuren, die oft im Hintergrund bleiben und dennoch überall ihre Fingerabdrücke hinterlassen. Seine Scratches fanden ihren Weg auf Produktionen dies- und jenseits des Atlantiks, seine Kollaborationen reichen tief in den amerikanischen Underground hinein. Während sein Name hierzulande regelmäßig dort auftaucht, wo der deutsche Underground seine interessantesten Ausprägungen hervorbringt, laufen auf diesem Glumzilla -Release viele dieser Verbindungen zusammen. Auf zwölf Tracks werden seine unverwechselbaren Wordcut-Refrains zu selbstreferenziellen Hymnen: als Kompendien der jeweiligen Werke der Gast-Rapper oder, in den Solo-Momenten auf ihn selbst.
MC Rene taucht auf und der Raum ist sofort eingerichtet. An anderer Stelle treffen Lakmann und Chinch wieder aufeinander, als würde ein Gespräch fortgesetzt, dessen letzter Satz noch in der Luft hing. Morlockk Dilemma bewegt sich gewohnt elegant zwischen Genie und Kontrollverlust. Elo beschreibt Erfahrungen, für die andere drei Leitartikel und zwei Podcasts bräuchten. Heliocopta sorgt dafür, dass die B-Seite nicht gemütlich wird. Retrogott bleibt eine eigene Disziplin. Nali und Besen stehen wiederum für eine Generation, die ihren Platz längst nicht mehr sucht, sondern selbst definiert.
Den Sound des Albums prägt HTN am meisten, während Maniac , Illien Rosewell , Orange Field , Franz Branntwein , Stu Bangas sowie Jakepot und Chinch selbst wichtige Akzente setzen. Célestin Krier verleiht dem Album in seinem unverwechselbaren Stil ein Gesicht. Erscheinen wird » Ultra Vibrant « über Vinyl-Digital als exklusive, orange- marmorierte 12-Inch-Vinyl. Dieses Album versammelt nicht einfach Gäste. Die Namen auf der Tracklist sprechen für sich. » Ultra Vibrant « zeigt vor allem, warum sie hier zusammenkommen.

